Deine Stillgeschichte | Wenn ein Milchstau kein Ende hat


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Heute erzählt Saskia ihre persönliche Stillgeschichte. Aber lest selbst:

 

Deine Stillgeschichte | Wenn ein Milchstau kein Ende hat

Ein perfekter Start

Nach 45 Minuten hielt ich sie in meinen Armen. Malou hatte es eilig und somit ging die Geburt zügig von statten. Und genauso ging es dann auch nach Hause. Während dem dreistündigen Krankenhausaufenthalt hatte die Kleine nur wenig Durst und wollte lieber noch ein bisschen schlafen. Um 15.19 Uhr geboren, 18.30Uhr wieder zu Hause. Als es 20 Uhr wurde und Malou immer noch schlief, machte ich mir langsam Sorgen. Sie muss doch Hunger haben, nach so einem aufregendem Tag. Meine Hebamme beruhigte mich und meinte, dass sie zuvor wohl genügend Fruchtwasser geschluckt hätte und einfach noch keinen Hunger haben kann. Zu später Stunde legten wir uns zu dritt ins Bett und endlich gegen 3Uhr wachte Malou auf und hatte schrecklichen Durst. Das Stillen funktionierte problemlos. Gott sei Dank.

Die Freude schlug um

Malou nahm in den ersten paar Tagen wunderbar zu, somit brauchte ich mir keine Sorgen machen. So sollte es leider nicht bleiben. Wie schon beim ersten Kind, bekam ich ganz wunde Brustwarzen, diese brannten fürchterlich, doch ich wollte es durchstehen. Diesmal war ich vorbereitet und hatte mich schon mit Stillhütchen versorgt. An Tag 5 merkte ich, wie nicht nur die Brustwarzen schmerzten, sondern auch die gesamte rechte Brust. Sie wurde an der rechten Seite steinhart. MILCHSTAU.

Malou trank und trank und trank, doch es wurde nicht besser. Meine Hebamme empfahl mir kalte Wickel mit Retterspitz. Auch sollte ich vor dem Stillen die Brust wärmen und danach kühlen. Doch es wurde nicht besser. Auch probierte ich sämtliche Stillpositionen aus, damit sich der Stau auflöste, doch es wurde noch schlimmer. Aus dem gemütlichen Stillen wurde ein Art Stillakrobatik. Irgendwann war ich am Ende meiner Kräfte und auch meiner Geduld. Ich bekam hohes Fieber und Schüttelfrost und konnte mich nicht mehr um mein Kind kümmern.

Wenn Antibiotikum der letzte Ausweg ist

Nun begann auch noch die andere Brust zu schmerzen. Ich verbrachte den ganzen Tag mit Kräuterwickel, Kühlen und Wärmen. Immer wieder und immer wieder. Auch der Tipp,die Milch auszustreichen, wie ich es oft bei meiner Recherche im Internet gelesen hatte, war nicht möglich, weil bei jeglicher Berührung der Brust, es einfach nur wehtat. Das einzige was mich von abhielt nicht abzustillen, war die Tatsache, das Malou keine Probleme beim Trinken hatte und gut zunahm. Auch meine Hebamme wusste keinen Rat mehr und schickte mich zum Arzt. Er schaute sich die prallgefüllte rote Brust an und meinte, bevor es sich zu einer richtigen Brustentzündung entwickelt, sollte ich Antibiotika einnehmen. Zudem verschrieb er mir eine Milchpumpe und Abstilltabletten, falls ich es mir doch anders überlegen sollte.

Heulend saß ich zu Hause. Ich hatte mir das alles ganz anders vorgestellt. Wieso ist es so schwer mein Kind zu stillen? Auch machte ich mir Sorgen, weil Antibiotika in die Muttermilch übergeht und meine kleine in ihren ersten Lebenstagen gleich eine geringe Dosis abbekommt. Aber scheinbar hatte ich keine andere Wahl. Malou vertrug es aber ohne Probleme. Das Antibiotika verschaffte nach 2 Tagen Linderung, das Fieber ging runter aber ich bekam trotzdem immer wiederkehrende Milchstaus. Meine Hebamme meinte, ich würde Sahne produzieren und die käme nicht durch die engen Milchkanäle und deshalb staut sich die ganze Milch.

Ein letzter Versuch mit Lecithin

Der letzte Versuch den ich noch wagen wollte, war die Einnahme von Lecithin. Das hatte ich in einem Forum gelesen, wo eine Frau ähnliche Probleme hatte. Lecithin sorgt dafür, dass die Fette in der Milch nicht verklumpen und somit die Fetttröpfchen die Milchkanäle verstopfen. Ab da ging es aufwärts. Meine Brüste wurden weicher und waren nicht mehr so empfindlich. Einzig die Brustwarzen machten noch Probleme aber dafür hatte ich die Stillhütchen, die ich aber nach 10 Wochen weglassen konnte. Auch heute, 8 Monate später, merke ich, wie sich ab und an ein Milchstau anbahnt. Dem weiß ich aber vorzubeugen. Malou ist in wohlgenährtes Baby und ich bin froh nicht abgestillt zu haben

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